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Solange es jemanden gibt, der Dich versteht, solange wirst Du nicht verrückt werden.

Indische Weisheit

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„Wenn Du jemanden vorbei hetzen siehst, hektisch und betriebsam, strebend und drängend, gierig und sabbernd, nörgelnd und jammernd, dann lache herzhaft und gähne, streck‘ und räkle Dich, Du weißt bereits, was gut für Dich ist!“

aus einem taoistischen Märchen

Meine therapeutische Arbeit

Meine Arbeitsmethoden ergeben sich aus meinen eigenen Therapie- und Ausbildungserfahrungen.
Die Gestaltung einer offenen, authentischen, auf Vertrauen und Verantwortlichkeit gegründeten, verbindlichen Beziehung, verschiedene Konzepte der Transaktionsanalyse, die Transpersonale Psychotherapie, das Transpersonalem Atmen und meine eigenen Therapieerfahrungen bilden die Basis meiner therapeutischen Arbeit.
Wenn sich meine Klienten dafür interessieren beziehe ich in meine Arbeit auch mein Wissen und meine Erfahrungen aus den Lebensbereichen Yoga, Reiki, Körperarbeit, Meditation, Personalmanagement und Organisationsentwicklung mit ein.
Mit welcher der verschiedenen Methoden ich arbeite, ergibt sich aus dem aktuellen Anliegen meiner Klienten und gemeinsamen Vereinbarungen.
Alle Menschen, unabhängig von ihrem Glauben, ihrer Orientierung oder ihrem kulturellem Hintergrund sind herzlich willkommen.

Eine offene, authentische, auf Vertrauen und Verantwortlichkeit gegründete, verbindliche Beziehung

Im Grunde kann das keine Methode sein. Es ist eher eine Haltung, die sich bei jedem im Laufe jahrelanger Eigentherapie und Selbsterforschung mit Hilfe erfahrener Therapeuten und Lehrer immer weiter ausbilden kann. Ist diese Haltung nicht authentisch muss man meiner Erfahrung nach auf verschiedene Hilfsmittel zurückgreifen, mit denen man sich selbst und andere ruhig stellt. So wird Beziehung vermieden, Abspaltung gefördert und so getan, als hätten wir alle nichts miteinander zu tun, was ein akzeptiertes kollektives Phänomen zu sein scheint.
Im Rahmen von zwei oder mehreren sich begegnenden Menschen verstehe ich Beziehung als ein sich und andere annehmendes Bezogensein auf das was ist, in der zunehmenden Ausbildung eines Bewusstseins darüber, dass wir alle dazu neigen, zu projizieren, zu übertragen, gegen zu übertragen und uns gegenseitig durch eine Konzepte-Brille wahrzunehmen, welche uns im Verlauf unserer Sozialisation aufgesetzt wurde.

Unter einer authentischen Beziehung verstehe ich, sich genau zu spüren und das zum Ausdruck zu bringen, was im Moment einer Begegnung ganz oben aufliegt. Das ist auch für mich immer wieder eine Herausforderung.

Der Heilpraktiker für Psychotherapie unterliegt der Schweigepflicht. Ort, Zeit und die Qualität der Begegnung zwischen Therapeuten und Klienten sollten einen „Container“ des Vertrauens bilden, der es ermöglicht sich gegenseitig so zu zeigen wie es im Moment wirklich ist. Sollten darüber Zweifel entstehen muss das ausgesprochen und zum unmittelbaren Gegenstand der Therapie werden.
In einer Beziehung ist jeder für seine Entscheidungen und die sich daraus ergebenden Folgen selbst verantwortlich. Die Folgen falscher Entscheidungen sind oft unangenehm, die Übernahme der Verantwortung dafür kann aber sehr heilsam sein. Manchmal werden wir mit Entscheidungen jenseits unseres Willens konfrontiert, dann ist es besonders herausfordernd sich hinzugeben. Das können Situationen sein, die uns mit der spirituellen Dimension unseres Seins in Kontakt bringen.

Verbindlichkeit in Beziehungen entsteht durch klare und für alle verständliche Vereinbarungen an die sich alle Beteiligten verantwortungsvoll halten.

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“Wir sind alle Besucher in dieser Zeit, an diesem Ort. Wir sind hier auf der Durchreise. Unsere Aufgabe hier ist, zu beobachten, zu lernen, zu wachsen, zu lieben … und dann kehren wir zurück nach Hause.”

Weisheit der australischen Aborigines


Transaktionsanalyse

Die Transaktionsanalyse ist „… eine Theorie der menschlichen Persönlichkeit und zugleich eine Richtung der Psychotherapie, die darauf abzielt, sowohl die Entwicklung wie auch Veränderungen der Persönlichkeit zu fördern.“. (ITAA)

Der Ursprung der Transaktionsanalyse ist eine tiefenpsychologisch orientierte Therapieschule, die von dem amerikanischen Psychiater Eric Berne in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts begründet wurde. Transaktionsanalyse verbindet ihr tiefenpsychologisches Fundament mit einem auf unsere alltäglichen Herausforderungen ausgerichteten, handlungsorientierten Ansatz.

Sie zeichnet sich unter allen Methoden der Psychologie durch die Tiefe ihrer Theorie und die Breite der Anwendungsmöglichkeiten aus.

Den Rahmen einer therapeutischen Arbeit auf Basis der Transaktionsanalyse bildet die vertragliche Beziehung. Ziel der Arbeit ist die Befähigung des Klienten zu mehr Autonomie, das Bewusstmachen von Wahlmöglichkeiten im Umgang mit alltäglichen Herausforderungen die sich zuverlässig und natürlich aus Wachstumsprozessen ergeben. Eine zentrale Rolle für das Erreichen dieses Ziels spielen die jedem Klienten eigenen Stärken und Ressourcen.

Neben meinen eigenen Erfahrungen und mein Wissen habe ich bei der Erstellung des Textes folgende Literatur verwendet:
HENNIG, G.; PELZ, G. (2002): Transaktionsanalyse. Lehrbuch für Therapie und Beratung. unveränd. Nachdruck, Jungfermann: Paderborn
STEWART, I.; JOINES, V. (1990): Die Transaktionsanalyse. Eine neue Einführung in die TA. 2. Aufl., Freiburg: Herder

Transpersonale Psychotherapie und Spirituelle Begleitung

Die neuzeitliche Psychologie und Psychotherapie nahm ihren Anfang mit Begründung der Psychoanalyse als erstes Paradigma durch Sigmund Freud. Im weiteren Verlauf etablierten sich die Paradigmen der Verhaltenstherapie und der Humanistischen Therapie. Einem der Gründerväter der humanistischen Psychotherapie, Abraham Maslow, fiel die Begrenzung der bis dahin primär auf das Verbale und Physiologische beschränkten Therapien auf. So gehörte er neben Roger Walsh, Charles Tart, Roberto Assagioli, Stan Grof u.a. ebenfalls zu den Gründervätern und Gestaltern der Transpersonalen Psychotherapie.

Die Wirkungsweise dieser Therapie lässt sich nicht wirklich erklären oder rational verstehen, weshalb sie nicht selten von „Professionellen“ in die Esoterikecke abgespalten wird. Dahinter steht, wie es Ken Wilber ausdrückt, ein Kategoriealfehler. Es ist so, als wolltest du mit dem Fieberthermometer den Blutdruck messen wollen. Die Wirkungsweise lässt sich primär nur erfahren oder wie Stan Grof es sagt: „Du musst es selbst tun.“. Bezogen auf das o.g. Beispiel steht das Fieberthermometer für die in der Schule, Ausbildung, Universität oder aus Büchern gelernten Konzepte und Theorien, welche zumeist auch die Grundlage einer eindimensionalen wissenschaftlichen Forschung bilden. Ken Wilber spricht in diesem Zusammenhang von „Flachland“ oder „Landkarte“. Wer gerne wandert weiß aber, dass der Unterschied zwischen Landkarte und Landschaft sehr groß sein kann. Im o.g. Beispiel stellt deshalb die in einem professionellen Setting ermöglichte Erfahrung das Blutdruckmessgerät dar, mit welchem wir meist zu ganz anderen Blutdruckergebnissen kommen als mit dem Fieberthermometer. Paradoxer Weise lehnen es aber nicht wenige Psychotherapeuten ab, das Blutdruckmessgerät (die tiefgreifende Selbsterforschung) für die Blutdruckmessung zu nutzen. Stattdessen wird das Blutdruckmessgerät lächerlich gemacht und die Funktionsweise angezweifelt. Es macht fast den Anschein, dass es im Mainstream-Psychotherapiebereich einen großen Widerstand gegen die tiefe Selbsterforschung und ein kontrolliertes Festhalten an Therapieformen nach den Lehrmodellen gibt. Erstaunlicherweise sollen aber Widerstand und Kontrolle beim psychisch Gestörten abgebaut werden.

Die durch die Krankenkassen finanzierten und in Mainstream-Psychotherapien angebotenen Therapieformen können sehr hilfreich sein. Landkarten können nicht nur hilfreich, sondern manchmal sogar lebensrettend sein. Doch mit Hilfe einer Landkarte vom Kongo können wir Menschen die den Kongo bereist haben oder immer dort leben nicht wirklich verstehen.

Die Transpersonale Psychotherapie folgt nicht nur dem positivistischen (Landkarte) und interpretativen (Relief), sondern zusätzlich dem kontemplativen (Landschaft) Wissenschaftsparadigma. Hier geht es um die Erfahrung von Wissen über uns, welches das Persönliche einschließt, aber darüber hinaus geht. So entsteht eine andere Perspektive auf alltägliche, persönliche und kollektive Krisenphänomene. Diese dem Phänomen unserer Existenz zugewandten Perspektive, wendet sich, das persönlich-biographische einschließend, den Phänomenen von Geburt, Tod und transzendental-mystischen Erfahrungen zu.
Im Verlauf einer Transpersonalen Psychotherapie können sich unsere Vorstellungen über Liebe, Freiheit, Hingabe, Individualität, Krankheit, Schicksal, Gott oder Wirklichkeit grundlegend ändern. Einer meiner Lehrer sagte mal: „Wenn du bereit bist, zum tiefsten Punkt deiner Angst zu gehen, und du erreichst diesen Punkt, dann wird sich deine Angst in Liebe und Mitgefühl verwandeln.“. Im Grunde tragen wir das Wissen darum tief in uns. Und dennoch zweifeln wir immer wieder, vor allem dann, wenn wir glauben, mit unserer Angst allein zu sein.

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