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„Wenn die Seele erwacht, beginnt die Suche, und Du kannst niemals zurück. Von nun an, wirst du immer ein besonderes Sehnen spüren, dass dich nie wieder in den Niederungen von Selbstgefälligkeit und schlechten Kompromissen verweilen lässt. Das Ewige macht dich drängend. Du wirst dich nicht mehr von Kompromissen oder deiner Angst zurückhalten lassen von deinem Streben nach vollkommener Erfüllung.“

John O’Donohue (Irischer Poet)

Über mich

Als junger Erwachsener habe ich viele Reisen unternommen, in ferne Länder, meist ohne vorher Reiseführer zu lesen, oft allein, mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Ich bin ein Kind der ehemaligen DDR und wie viele andere auch glaubte ich, viel nachholen zu müssen. Das tat ich dann auch und es war gut so. Wer weg geht, kommt zu sich. Es zog mich über „Grenzen“ hinaus, in die Weite, die Fremde, das Einfache, das Einsame, das Abenteuerliche. Ich lernte andere Kulturen kennen und immer wieder Menschen, die mir ihre unbedingte Liebe schenkten. Es waren fremde Menschen, die mir jedoch auf eine unbeschreibliche Art vertraut waren. Ich erfuhr welchen inneren Reichtum Menschen haben können, die gemessen am Leben unserer Kultur materiell oft sehr arm waren.

Zwei Situationen auf diesen Reisen erlebte ich als tief einschneidende Erfahrungen. Auf einer Fahrradtour durch Westafrika kaufte ich mir an einer Straßenküche etwas zu essen. Ich beobachtete auf der anderen Straßenseite, wie ein alter Mann im Müll nach Essen suchte. Ich gab der Verkäuferin etwas Geld und forderte sie auf, dem Mann etwas zu essen zugeben. Der Mann bemerkte mich scheinbar nicht. Wir sprachen auch nicht miteinander. Aus der Ferne sah ich, wie ihm zu essen gegeben wurde. Plötzlich bemerkte ich, wie ich die Tränen nicht mehr halten konnte und ich spürte eine überwältigende Freude zwischen meinem Herzen und meinem Bauchnabel. Mir wurde bewusst, dass es ein Herz gibt das sich ganz anders anfühlt, dass es sich nicht nur durch Klopfen wahrnehmen lässt. Heute kann ich sagen, dass ich damals den Unterschied zwischen dem physiologischen und dem spirituellen Herzen erfahren durfte.

Auf einer meiner letzten Reisen mit dem Fahrrad durch die Wüste des Omans übernachtete ich im Freien an einem Strand, an dem Riesenschildkröten ihre Eier ablegen. Um Mitternacht stand ich auf und lief zu dem Strand, um mir dieses beeindruckende Schauspiel anzusehen. Für die Schildkröten muss das eine große Anstrengung sein. Sie keuchten so laut, dass ich sie schon aus der Ferne hörte. Nach meinen Beobachtungen setzte ich mich in einer vom Mond erhellten Nacht auf einen Felsen und schaute aufs Meer. Ich spürte ein immer mehr zunehmendes, unangenehmes Gefühl. Eine schier unendliche Leere breitete sich in mir aus und ich konnte plötzlich den Sinn meines Lebens überhaupt nicht mehr fassen. Ich fragte mich, „Was mache ich hier allein und wozu?“ Damals stellte ich mir nicht die Frage, WER es ist, der diese Leere und Sinnlosigkeit wahrnahm und diese Fragen stellt. Seit längerem begleitet mich nun diese Frage in meinem Leben.

Als Kind meiner Eltern in der DDR musste ich die Erfahrung der damals weit verbreiteten Einrichtungen der Wochenkrippen durchleiden. Diese Zeit und die Folgen welche sich daraus ergaben prägten mich nachhaltig. Es entstand eine große innere Unsicherheit, die ich schon als Kind durch ein ewiges Lächeln zu kompensieren versuchte. Das löste bei meinen Eltern, Erziehern und Lehrern manchmal eine große Wut aus. Es war auch meine unterdrückte Wut. Später kompensierte ich dann meine Unsicherheit durch Leistungssport, gute Noten in der Schule, auf Unsicherheit und Kontrolle beruhende Beziehungen zu Frauen, das Anhäufen von Wissen und gute Hochschulabschlüsse. Dahinter lag immer auch eine Abspaltung bestimmter Gefühle und Ausdrucksweisen die sich in meinen Körper- und Beziehungsstrukturen manifestiert hatte.

In die Zeit meiner Erfahrung der großen Leere und Sinnlosigkeit am Strand im Oman fielen auch das Ende mit dem Leistungssport sowie eine gescheiterte Beziehung zu einer Frau, die mich meine Unsicherheit, meine Beziehungsdefizite und persönlichen Schattenseiten deutlich spüren ließ. Das war der Beginn einer bis heute andauernden Reise nach innen. Immer wieder gab und gibt es lichtvolle und schattige Etappen auf dieser Reise. Viele Vorstellungen darüber, wie ich bin und wer ich bin, brachen und brechen immer wieder in sich zusammen. Jedes Mal stirbt ein Teil von dem was ich glaubte zu sein aber nicht bin. Gleichzeitig wird jedes Mal ein Teil mehr von dem geboren was ich wirklich bin. Ich lernte mit der Hilfe vieler Lehrer und guter Freunde ehrlicher und authentischer in Beziehung zu mir und anderen zu sein. Immer wieder durfte und darf ich das Licht hinter den Schatten erfahren. Meinen Lehrern, Freunden, Weggefährten, meiner Familie und dem Leben gegenüber fühle ich eine große Dankbarkeit für die unbedingte Liebe die mir geschenkt wird.

Auf meinem aktuellen Weg nehme ich zweimal im Jahr an Transpersonalen Atemsitzungen teil und nutze die Supervision bei Dr. Ingo Jahrsetz am Internationalen Institut für Bewusstseinserforschung und Psychotherapie e.V. in Freiburg.

Liebe ist das Einzige was sich verdoppelt, wenn man es teilt.

Albert Schweitzer

In diesem Sinne möchte ich die vielen Geschenke die ich erhalten habe mit anderen teilen. Das sehe ich als den Hintergrund meiner therapeutischen Arbeit, die ich Ihnen hier anbiete.

Ein paar biographische Daten

geb. am 03.05.1972

in Leipzig, verheiratet, eine Tochter, ein Sohn

1990-1993

Ausbildung zum Krankenpfleger

1994-1995

Fachoberschule für Sozialwesen

1995-1999

Studium an der FH Merseburg mit Abschluss als Dipl. Sozialpädagoge/-arbeiter

1999-2004

berufsbegleitendes Studium an der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg mit Abschluss als M.Sc. Dipl. Gesundheits- und Pflegewissenschaftler

2004-2013

Dozent an verschiedenen Berufsfachschulen und Hochschulen

2006-2012

Ausbildung in Transaktionsanalyse nach den Richtlinien der DGTA bis zur Praxiskompetenz

2012-2015

Lehrtätigkeiten an verschiedenen berufsbildenden Schulen und Ausbildung im Transpersonalen Atmen, Spiritueller Begleitung und Transpersonaler Psychotherapie nach den Richtlinien des Internationalen Instituts für Bewusstseinserforschung und Psychotherapie e.V. in Freiburg

2016-2017

Referendar für das höhere Lehramt an berufsbildenden Schule in Sachsen.

seit 2017

Schulleiter/Lehrer/Tutor am beruflichen Gymnasium der Freien Schule Schwepnitz, Psychotherapeutischer Heilpraktiker (seit 2019 in Kamenz) sowie Veranstalter und Facilitator für Workshops im Transpersonalen Atmen in Sachsen und Brandenburg.

 

Weitere abgeschlossene Ausbildungen, Lehrtätigkeiten und praktische Erfahrungen im Zeitraum von 2002-2015: psychotherapeutischer Heilpraktiker, Yogalehrer BYV, Reiki, Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation, Stressreduktion mit Yogaelementen, Nuad-Bo-Rarn-Massage

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